Part I – Yoga-Teacher-Training auf Bali

Was würdest du tun, wenn sich in deinem Leben Möglichkeiten ergeben, von denen du immer geträumt hast? Zugreifen oder darauf warten, dass die Möglichkeit wiederkommt oder sich eventuell noch etwas anderes, vielleicht Besseres ergibt?

Da saß ich nun also mit meinem Freund im März 2019 auf Bali, am Bingin Beach, unser Jahresurlaub für 2019 bis auf ein paar Tage bereits aufgebraucht und sinnierten über das Leben, was wollen wir, wo wollen wir hin? Schon bei unseren letzten Urlauben in den Bergen wurde der Samen eingepflanzt, dass wir dort irgendwann mal leben wollen. Doch wann, wenn man im Norden Freunde, Familie, eine Wohnung und einen festen Job hat? Zieht man eine Sache wirklich durch, wenn man sie immer weiter aufschiebt? Und so beschlossen wir bei ein paar Bintang: Wir ziehen das jetzt durch! Wir legten uns einige Szenarien zurecht, checkten unsere Bankaccounts und ließen noch gut sechs Wochen verstreichen ehe wir so richtig tätig wurden.

Beim Sonnenuntergang auf Bali war es beschlossene Sache: Wir gehen auf Weltreise

Ich entdeckte bereits im April bei Wanda Badwal, einer Yogalehrerin, der ich in den sozialen Medien folge, dass sie wieder ein Teacher-Training – 200 Stunden der Tantrischen Hatha & Vinyasa Yogalehrerausbildung) auf Bali anbietet. Im November. Könnte das nicht der perfekte Start sein? Also sprach ich mit Andi, schickte meine Bewerbung ab und wartete auf die Zusage. Das Gedankenkarussell begann sich zu drehen. Wenn ich eine Absage erhalte, fliegen wir dennoch – oder verschieben wir den Start auf einen späteren Zeitpunkt?

Leben wird aus Mut gemacht!

Nach zehn Tagen erhielt ich die Zusage – und war völlig aus dem Häuschen. Dieser Moment war der Beginn einer Reise. Einer Reise zu mir selbst. Pläne wurden geschmiedet: Wann kündige ich meinen Job, wann kündigen wir die Wohnung, wohin mit unserem Kram, alles verkaufen, etwas behalten? Welche Ziele wollen wir uns ansehen, wielange wollen wir unterwegs sein? Es musste Einiges organisiert und sich gekümmert werden, aber wenn man bedenkt, dass man sein Leben aufgibt, um frei zu sein, war dies ein Klacks.
Wieder bekam ich zu hören: „Du bist so mutig!“ Ja, Leben wird aus Mut gemacht.

Nachdem ich gekündigt hatte, blieben mir noch drei Monate auf der Arbeit, vier überhaupt in Deutschland. Ich fing an, jeden Tag noch mehr zu genießen, die Momente mit meinen Freunden, die intensiven Augenblicke an meinen Lieblingsplätzen. Und wenn man glücklich ist, vergeht das Leben wie im Flug, alles fällt einem so leicht. Da war es auch kein Wunder, dass alle Termine, vom Arbeitsamt, der Behörde bis zur Aufgabe unserer Wohnung (Ja, wir haben alle Möbel verkauft) wie am Schnürchen liefen.

Vier Wochen vor meinem Abflug hatte ich dann noch einen MRT-Termin, da ich mir im Juli einen Bänderriss zugezogen und immer noch Probleme hatte. Da holte mich die Realität einen Moment zurück auf den Boden der Tatsachen. Vierfacher Bänderriss, außen und innen, Syndesmose vernarbt, sie hat also auch etwas abbekommen. „Dass Sie aktuell überhaupt schon so gut laufen können ist ein Wunder. Weltreise, Yogalehrerausbildung… Machen Sie langsam, der Fuß braucht Zeit.“

Mit diesen Worten im Gepäck flog ich also am 30.10. nach Bali. Die ersten Tage verbrachte ich in Sidemen, genoss die Ruhe vor dem Sturm. Ich machte mir Gedanken. Wie ist die Gruppe, werden sie mich mögen, wird mein Fuß mitmachen, werde ich an meine Grenzen stoßen, werde ich die Prüfung meistern? Wie so oft machte ich mir also vorher unnötig einen Kopf und viel zuviele Gedanken.

Von Sidemen ging es bereits drei Tage vor dem Training nach Ubud ins Ananda Cottage. Ich genoss noch einmal das süße Nichtstun, gönnte mir eine Massage, chillte am Pool und so langsam beäugte man sich gegenseitig beim Frühstück und munkelte, wer wohl zur Gruppe dazugehören würde.

Und dann war er da. Der langersehnte 9. November. Der Beginn meines Yoga-Teacher-Trainings, der Start einer wundervollen Reise.

Du willst mehr darüber wissen? Lies weiter Part II.


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